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Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK)

Es organisiert bundesweite Glaubensevents und formuliert politische Forderungen: Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken versteht sich als Stimme der katholischen Laien. Es hat eine lange Geschichte.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist das höchste repräsentative Gremium des deutschen Laienkatholizismus. Es vertritt die katholischen Laien bei der gesellschaftlichen Meinungsbildung und ist das von der Bischofskonferenz anerkannte Organ zur Koordinierung des Laienengagements in der Kirche. Allerdings melden sich immer wieder auch einige katholische Laien und Vereinigungen zu Wort, die das ZdK nicht als ihre Vertretung verstehen.

Das ZdK ging aus dem 1868 gebildeten Zentralkomitee zur Vorbereitung der Deutschen Katholikentage hervor. Es ist auch heute für Planung und Durchführung dieser Veranstaltungen sowie – auf katholischer Seite – für den Ökumenischen Kirchentag verantwortlich. Das Generalsekretariat des ZdK sitzt in Berlin.

Organe des ZdK sind außer der Vollversammlung der Präsident oder die Präsidentin, das Präsidium und der Hauptausschuss. Für Sachbereiche gibt es Sprecher.

Die halbjährlich tagende Vollversammlung trifft sich Freitag und Samstag in Berlin. Insgesamt listet das Gremium aktuell 230 Mitglieder. Diese kommen aus katholischen Organisationen, Verbänden und geistlichen Gemeinschaften sowie aus Diözesanräten. Zudem können alle vier Jahre von der Vollversammlung bis zu 45 Personen des öffentlichen Lebens ins ZdK gewählt werden.

ZdK-Präsidentin ist seit November 2021 die Sozialwissenschaftlerin Irme Stetter-Karp. ZdK-Generalsekretär ist seit Januar 2020 Marc Frings. Zudem gibt es einen von der Bischofskonferenz entsandten Geistlichen Assistenten. Dieses Amt bekleidet der Berliner Erzbischof Heiner Koch.