In der Neuauflage des Prozesses um die Amokfahrt in der Trierer Innenstadt müssen einem Medienbericht zufolge 60 Zeugen erneut aussagen. Zehn Verhandlungstage sind dafür angesetzt, wie die Zeitung “Trierischer Volksfreund” (Mittwoch) berichtet.
In zwei Wochen müsse sich der Amokfahrer erneut vor Gericht verantworten. Für den neuen Prozess seien Zeugen geladen, die vor der tödlichen Fahrt und direkt danach Kontakt zum Angeklagten hatten. Ein Urteil wird für Mai erwartet, wie eine Sprecherin des Trierer Landgerichts der Zeitung sagte. Der 54-jährige Trierer war am 1. Dezember 2020 mit einem Auto mit sehr hoher Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone gerast. Dabei starben fünf Menschen, zahlreiche weitere wurden teils schwer verletzt.
In einem ersten Prozess vor dem Trierer Landgericht war der Mann schuldig gesprochen und zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hob dieses Urteil auf. Die Prüfung der Schuldfähigkeit sei fehlerhaft vorgenommen worden, zitiert die Zeitung den Trierer Strafrechtsprofessor Mohamad El-Ghazi. Die Neuauflage des Prozesses wird vor einer anderen Kammer des Landgerichts verhandelt.