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Zehn Jahre Pechstein-Museum in Zwickau

Zwickau feiert in diesem Jahr das zehnjährige Bestehen des Max-Pechstein-Museums. Zum Jubiläum würden bisher nie oder kaum gezeigte Objekte aus dem umfangreichen Eigenbestand präsentiert, teilte das städtische Kulturamt am Freitag in Zwickau mit. Dazu gehörten beispielsweise Postkarten mit historischen Ansichten von Zwickau, die der Künstler Max Pechstein (1881-1955) beschrieben und verschickt hat. Auch Druckstöcke und ein Familienstammbuch sind zu sehen.

Eröffnet wurde das Pechstein-Museum in der Geburtsstadt des Malers am 12. April 2014. Zum Jubiläumsauftakt an diesem Wochenende wird auch die Enkelin von Max Pechstein, Julia Pechstein, erwartet. Sie hält am Samstag einen Vortrag unter dem Titel „Geschichte hinter den Bildern“. Außerdem ist der Dokumentarfilm von Wilfried Hauke über das Leben des expressionistischen Malers zu sehen. Auch mehrere öffentliche Führungen werden angeboten.

Das Pechstein-Museum ist Teil der Zwickauer Kunstsammlungen. Es zeigt in einer Dauerausstellung mehr als 50 Werke von Pechstein aus sieben Jahrzehnten. Seit der Eröffnung vor zehn Jahren sei es gelungen, die Zwickauer Pechstein-Sammlung gezielt zu erweitern, hieß es. Der Bestand an eigenen Gemälden sei mittlerweile um mehr als ein Drittel vergrößert worden.

Pechstein wurde 1881 in Zwickau geboren. Bekannt wurde er als Mitglied der 1905 in Dresden gegründeten Künstlergruppe „Brücke“ durch seine farbintensiven Gemälde mit Darstellungen von Mensch und Natur. Die stilistische Bandbreite seines künstlerischen Schaffens reicht aber über bedeutende Werke aus der „Brücke“-Zeit hinaus.