Die Zahl der Organspender in Bayern stagniert. Wie Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) am Donnerstag in München bekanntgab, gab es in den ersten zehn Monaten des Jahres im Freistaat 128 postmortale Organspender. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres seien es 127 gewesen. „Aktuell warten in Bayern mehr als 1.000 Menschen auf ein lebenswichtiges Spenderorgan“, sagte Gerlach mit Blick auf den Jahreskongress der Deutschen Stiftung Organspende (DSO), der aktuell in Würzburg stattfindet, und wo am Donnerstag bundesweite Spenderzahlen vorgestellt werden sollen.
Gerlach sagte, sie plädiere weiterhin für die Einführung der sogenannten Widerspruchslösung bei der Organspende in Deutschland. Diese Regelung biete die Chance, „dass mehr Menschen ein lebensrettendes Spenderorgan erhalten“, sagte die Ministerin. Die Organspende wäre bei diesem Modell der Normalfall, wenn gesetzliche und medizinische Voraussetzungen passten – und falls der potenzielle Spender der Organentnahme nicht widersprochen habe. Aktuell müssen sich Menschen entweder zu Lebzeiten bewusst für eine Organspende entscheiden – oder aber Angehörige müssen dies im Todesfall tun. (3546/13.11.2025)