Zahl der Kriege weltweit auf Rekordhoch

Die Zahl der Kriege und politischen Konflikte hat weltweit einen neuen Höchststand erreicht. Bis September 2025 wurden bereits 89 Kriege in 31 Ländern gezählt und damit mehr als im gesamten Vorjahr, wie aus der am Donnerstag vorgelegten Sicherheitsbilanz 2025 des Karlsruher Unternehmens MBI CONIAS hervorgeht. Die Firma analysiert politische Risiken.

Die schwersten bewaffneten Kämpfe konzentrieren sich auf wenige Weltregionen. Subsahara-Afrika gilt als globales Zentrum der Gewalt, gefolgt vom Nahen Osten und Teilen Asiens. In Europa gibt es ebenfalls viele politische Konflikte, doch nur wenige davon werden militärisch ausgetragen.

Während die Zahl der Kriege der Bilanz zufolge steigt, ist die Anzahl gewaltsamer Krisen unterhalb der Kriegsschwelle gesunken. Demgegenüber haben nicht-gewaltsame Konflikte stark zugenommen. Auseinandersetzungen werden häufiger mit wirtschaftlichem Druck wie Zöllen, Sanktionen oder Investitionsbeschränkungen geführt. Die Gesamtzahl aller erfassten politischen Konflikte liegt mit 1.450 auf Rekordniveau.

Der Anstieg der Kriege ist laut der Analyse vor allem auf die Verschärfung bereits bestehender Konflikte zurückzuführen. Als Beispiele werden Auseinandersetzungen in Somalia, der Demokratischen Republik Kongo und Burkina Faso genannt. Neun Konflikte eskalierten im laufenden Jahr erstmals zu einem Krieg. Die Studie verzeichnet insgesamt 35 Kriege und 54 sogenannte begrenzte Kriege. Hinzu kommen 523 gewaltsame Krisen. Die Mehrheit der Auseinandersetzungen, nämlich 837, verläuft ohne den Einsatz physischer Gewalt. Stichtag der Erhebung war der 30. September 2025. (3302/18.12.2025)

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