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Zahl der Asylklagen in Freiburg stark gestiegen

Die Zahl der Asylklagen am Verwaltungsgericht Freiburg hat deutlich zugenommen. Im ersten Halbjahr 2025 gingen dort bereits mehr neue Hauptsacheverfahren ein als im gesamten Jahr 2023, wie aus einer am Montag veröffentlichten Antwort des Justizministeriums auf eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion hervorgeht.

Laut den vorgelegten Zahlen wurden von Januar bis Juni insgesamt 1.846 neue Asylklagen registriert. Im gesamten Jahr 2023 waren es 1.845 Verfahren. Zum Stichtag 30. Juni waren am Freiburger Gericht 2.579 Hauptsacheverfahren im Asylrecht noch nicht entschieden. Das entspricht einem Anteil von rund 63 Prozent aller 4.071 offenen Hauptsacheverfahren.

Bei den Eilanträgen in Asylsachen war in Baden-Württemberg im ersten Halbjahr dieses Jahres jeder vierte Antrag erfolgreich. Gerichte gaben 827 von 3.264 Anträgen statt. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer für ein Hauptsacheverfahren im Asylrecht lag landesweit bei 7,6 Monaten, bei Eilverfahren betrug sie 1,5 Monate. Um die Gerichte zu entlasten, wurden zum 1. Juli 2024 neue Asylkammern bei den Verwaltungsgerichten in Karlsruhe, Freiburg, Stuttgart und Sigmaringen eingerichtet. (2593/13.10.2025)