Ein neues SchUM-Besuchszentrum entsteht in Worms. Das Gebäude in der Innenstadt am Neumarkt solle die jüdisch-mittelalterliche Geschichte der Stadt erlebbar machen und Brücken bauen zwischen Menschen, sagte die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) bei der Übergabe eines Förderbescheides von rund 2,3 Millionen Euro, wie die Stadt Worms am Dienstagabend mitteilte. Das geplante Besuchszentrum solle ein Ort der Vermittlung sein, in dem Menschen aus aller Welt sich mithilfe moderner digitaler Vermittlungsformen über die SchUM-Gemeinden am Rhein, Worms, Mainz und Speyer informieren könnten. In drei Jahren solle es fertiggestellt sein.
Geplant sind demnach ein Bauwerk mit drei Ebenen auf der bisherigen Parkplatzfläche des Neumarktes. Auf Ebene A solle ein gläserner Besuchs- und Informationspavillon entstehen. Die Ebene B schaffe Raum für Außenausstellungen. Die Ebene C sei das bestehende „SchUM-Lab“, ein lokales Veranstaltungs- und Begegnungszentrum. Dort gibt es mehrsprachige Medienstationen, die das Judentum, Worms, die Synagoge, den jüdischen Friedhof Heiliger Sand sowie Grabungen vorstellen. Die sogenannten SchUM-Gemeinden sind seit 2021 Weltkulturerbe, sie gelten als Wiege der mitteleuropäischen jüdischen Kultur.