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Wolfsvorkommen in Sachsen stabil

In Sachsen hat sich der Wolfsbestand laut wissenschaftlichen Analysen stabilisiert. Aktuell gebe es 35 Wolfsrudel, zehn Wolfspaare und eine territoriale Einzelwölfin, teilte das sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am Donnerstag in Dresden mit. Das Amt beruft sich auf Auswertungen des Wolfsmonitorings 2024/2025. Demnach befinden sich die meisten Territorien nach wie vor in der Oberlausitz.

In der ostsächsischen Region leben 27 Rudel, fünf Paare und eine territoriale Wölfin. Außerhalb der Lausitz gibt es den Angaben zufolge in Nordsachsen seit mehreren Jahren ein stabiles Vorkommen mit aktuell fünf Rudeln und einem Wolfspaar. Östlich von Leipzig seien zwei neue Wolfspaare bestätigt worden sowie im Vogtlandkreis ein neues Wolfspaar. Den Angaben zufolge wurde in 34 Rudeln Nachwuchs nachgewiesen, aktuell seien es mindestens 111 Welpen.

In der Dresdner Heide sei ein Wolfspaar ohne Nachwuchs nachgewiesen worden, in den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie im Erzgebirgskreis jeweils ein Rudel.

17 Wölfe seien im Monitoring-Jahr 2024/2025 tot aufgefunden worden. In zwei Fällen handelte es sich demnach um illegale Tötungen, in je einem Fall war die Todesursache natürlich beziehungsweise unklar. In 13 Fällen starben die Wölfe durch einen Verkehrsunfall.

In Sachsen findet seit 2001 ein fortlaufendes Wolfsmonitoring statt, um die Größe und die Entwicklung des Wolfsvorkommens zu überwachen. Der jeweilige Beobachtungszeitraum dauert von Anfang Mai bis Ende April und lehnt sich an das biologische „Wolfsjahr“an.