Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen ist im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit 2021 gestiegen. Bundesweit wurden rund 238.500 Wohnungen genehmigt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekanntgab. Das seien 23.200 oder 10,8 Prozent mehr als 2024 gewesen, als die Zahl genehmigter Wohnungen auf den niedrigsten Stand seit 2010 gesunken sei.
Den Statistikern zufolge enthalten die Zahlen sowohl die Baugenehmigungen für Neubauwohnungen als auch die für Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen. „Die Zahl der gemeldeten Baugenehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator für die zukünftige Bauaktivität“, erklärte die Behörde. Genehmigungen für Neubau-Wohnungen zogen den Angaben zufolge 2025 mit plus 12,6 Prozent oder 22.100 auf 198.100 wesentlich stärker an als die Zahl behördlicher Erlaubnisse für Umbauten (plus 2,7 Prozent oder 1.000 auf 40.400).
Zuwächse vor allem bei Ein- und Mehrfamilienhäusern
Ein gutes Viertel der genehmigten Wohnungen (28,8 Prozent) entfiel auf Ein- und Zweifamilienhäuser, die im Allgemeinen von Privatpersonen errichtet wurden. Die Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser erhöhten sich um 17,2 Prozent oder 6.500 auf 44.500. Bei den neu genehmigten Zweifamilienhäusern sei die Zahl mit 12.600 (minus 1,1 Prozent oder minus 100) dagegen auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres geblieben.
In neuen Mehrfamilienhäusern, „der zahlenmäßig stärksten und vorrangig von Unternehmen errichteten Gebäudeart“, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden im vergangenen Jahr 128.100 Wohnungen. Das seien 12,1 Prozent oder 13.900 mehr als 2024 und fast zwei Drittel (64,6 Prozent) aller im Jahr 2025 in Deutschland genehmigten Neubauwohnungen. Dieser Anstieg bei den Mehrfamilienhäusern zeigte sich ab der zweiten Jahreshälfte. Insgesamt stammten mit zusammen 95 Prozent mehr Wohnungsbau-Vorhaben von Unternehmen und Privatpersonen und weniger von der öffentlichen Hand, hieß es.
