Hamburg. Seit rund sechs Jahren gibt Isabell Lohse, Sozialpädagogin aus Hamburg-Poppenbüttel, der Fastenzeit einen besonderen Dreh: Sie meditiert zwischen Aschermittwoch und Ostern jeden Tag, um die Passionszeit bewusst wahrzunehmen. Sie verzichtet also nicht, sondern fügt ihrem Alltag etwas nicht Alltägliches hinzu. "Ich möchte etwas haben, worauf ich mich jeden Tag freue", sagt sie.
Viele Menschen nutzen die sieben Wochen nach Aschermittwoch zum bewussten Verzicht auf Süßes, Kaffee oder Alkohol. Dazu lädt jedes Jahr auch die evangelische Fastenaktion unter dem Motto "Sieben Wochen ohne" ein. Doch die Fastenzeit bringt nicht nur Einschränkungen mit sich. Es geht vor allem darum, die Passionszeit ganz bewusst wahrzunehmen. Und vielleicht ist es in diesem Jahr angesichts von Corona eher angesagt, sich einer bestimmten Sache ganz bewusst zuzuwenden.

