Wirtschaftsweise Schnitzer: “Grönland steht nicht zum Verkauf”

Eine entschiedene Reaktion der Europäer auf die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump hat die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer gefordert. Die Antwort müsse eindeutig und geschlossen ausfallen: „Grönland steht nicht zum Verkauf“, sagte die Chefin des deutschen „Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung“ laut Mitteilung vom Sonntag der Süddeutschen Zeitung. Schnitzer betonte, Europa müsse klar machen, „dass es bereit ist, den wirtschaftlichen Preis einer Zollerhöhung für seine Souveränität zu zahlen“.

US-Präsident Trump hatte zuletzt angekündigt, einzelnen europäischen Staaten wie Deutschland höhere Zölle abzuverlangen. Diese sollen im Juni steigen, falls die Länder nicht einem Verkauf Grönlands an die USA zustimmen, hieß es weiter. Dies zeige, „dass es nicht um die Sicherheitslage in der Arktis geht“, sagte Wirtschaftsprofessorin Schnitzer. „Es geht um die Annexion ausländischen Territoriums, um die Verschiebung von Grenzen durch die einseitige Androhung von Gewalt.“

Unterdessen warnte die deutsche Stahlindustrie vor weitreichenden Folgen neuer Strafzölle, die auf bestehende Handelszölle aufgeschlagen würden. Der Zollsatz könne dann ab 1. Juni bei 75 Prozent liegen. Weil er auch „Stahlderivate“, also stahlintensive Güter wie Maschinen, betreffe, müssten die Unternehmen mit steigenden Kosten, gestörten Lieferketten und einer weiteren Schwächung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit rechnen, sagte Kerstin Maria Rippel, Chefin der Wirtschaftsvereinigung Stahl, der Zeitung. (0152/18.01.2026)

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