Wie schön kann ein funkelnder Weihnachts-Themenpark im Advent sein... Allerdings: Hier handelt es sich um die Wiener Innenstadt, mit entsprechendem Verkehrsaufkommen. Bitte weitergehen!
Seit Tagen sorgt in Wien eine riesige rote Schleife an einer Hausfassade für Ärger: Um das perfekte Weihnachts-Selfie zu schießen, bleiben Touristen mitten auf der Straße stehen - und sorgen regelmäßig für Verkehrschaos. Jetzt hat die Polizei Strafen für die Selfie-Sünder angekündigt.
30 Euro sollen all jene berappen, die durch ihr unüberlegtes Fotoshooting den Verkehr in der Wiener Innenstadt lahmlegen. Das teilte die Polizei laut österreichischen Zeitungen (Mittwoch) mit. Erste Strafen wurden demnach bereits verhängt. Auch betonte die Behörde, man setze in erster Linie auf Aufklärung und präventive Maßnahmen; erst danach werde gestraft.
Das "Rote Mascherl" (Schleife) sorgt seit einiger Zeit für Medienberichte rund um die Welt - und für noch mehr Ärger in Wien. Im Internet kursieren Videos von Polizeieinsätzen: Mitten auf der Straße bleiben Passanten stehen, um sich vor der beleuchteten XXL-Weihnachts-Schleife über einer Boutique zu fotografieren.
Aus dem Lautsprecher des Polizeiwagens tönt die Erinnerung: "Ampel rot; hier gibt es immer noch Autoverkehr." Manche österreichische Zeitung warnte in den vergangenen Tagen vor einer "Eskalation"; eine andere sieht die Hauptstadt wegen der Riesenschleife gar "im Ausnahmezustand".