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Wiener Neujahrskonzert: Neuer Dirigent, diverseres Programm

Für viele Menschen gehört es am Neujahrstag dazu wie für andere der Kater: das Konzert der Wiener Philharmoniker. Was dürfen die Zuschauer in aller Welt am ersten Tag des Jahres 2026 erwarten?

Das Neujahrskonzert 2026 der Wiener Philharmoniker wird erstmals von dem Kanadier Yannick Nézet-Séguin am Dirigentenpult geleitet. Im Mittelpunkt steht wie jedes Jahr Musik aus dem umfangreichen Werk der Strauß-Dynastie, bekannt für ihre Wiener Walzer, sowie ihrer Zeitgenossen. Nach Angaben der Philharmoniker wird das Konzert mittlerweile in über 150 Länder übertragen und erreiche so rund 50 Millionen Zuschauer.

In diesem Jahr werden erstmals Werke zweier Komponistinnen aufgeführt: zum einen die Polka “Sirenen Lieder” von Josefine Weinlich (1848-1887), die in Wien das erste Damenorchester Europas gründete. Zum anderen spielen die Wiener Philharmoniker den “Rainbow Waltz” von Florence Price (1887-1953), einer afroamerikanischen Musikerin, die vor allem in den USA als Komponistin klassischer Musik bekannt ist.

Für die Balletteinlage beim Neujahrskonzert 2026 zeichnet der frühere Hamburger Ballettdirektor John Neumeier verantwortlich. Zu sehen sind Neumeiers Choreografien zu “Rosen aus dem Süden” und “Diplomatenpolka”, komponiert vom Walzerkönig Johann Strauss. Die zwölf Tänzer des Wiener Staatsballetts treten in Kleidern und Anzügen auf, die Albert Kriemler, Kreativdirektor des Schweizer Modehauses Akris, entworfen hat.