Wie man Haushaltsgeräte richtig transportiert, damit sie nicht schon nach einem Monat kaputtgehen

Haushaltsgeräte gehören zu den empfindlichsten Gegenständen bei einem privaten Umzug.
Wie man Haushaltsgeräte richtig transportiert, damit sie nicht schon nach einem Monat kaputtgehen
Pixabay / nhanhmaimoi

Warum Haushaltsgeräte beim Umzug besonders gefährdet sind

Haushaltsgeräte gehören zu den empfindlichsten Gegenständen bei einem privaten Umzug. Kühlschränke, Waschmaschinen, Geschirrspüler oder Fernseher reagieren sensibel auf Erschütterungen, falsche Lagerung und Temperaturschwankungen. Viele Defekte treten nicht sofort auf, sondern erst Wochen später – etwa durch Mikrorisse, gelöste Kontakte oder beschädigte Kompressoren. Genau deshalb unterschätzen viele Menschen das Risiko und verbinden den Schaden nicht mehr mit dem Umzug selbst.

Planung vor dem Transport ist entscheidend

Ein gut vorbereiteter Privatumzug München beginnt nicht am Umzugstag, sondern deutlich früher. Haushaltsgeräte sollten mindestens einige Tage vor dem Transport überprüft, gereinigt und vorbereitet werden. Dazu gehört das vollständige Abschalten vom Strom- und Wassernetz sowie das Studium der Herstellerhinweise. Wer ohne Planung handelt, riskiert, Geräte falsch zu bewegen oder zu lagern – mit teuren Folgen.

Kühlschrank und Gefriergerät richtig vorbereiten

Kühl- und Gefriergeräte benötigen besondere Aufmerksamkeit. Sie sollten mindestens 24 Stunden vor dem Transport ausgeschaltet und vollständig abgetaut werden. Restwasser kann beim Kippen in empfindliche Bauteile laufen. Außerdem ist es wichtig, den Kühlschrank während des Transports aufrecht zu halten. Wird das Gerät liegend transportiert, kann Öl in den Kühlkreislauf gelangen, was den Kompressor langfristig schädigt.

Waschmaschine und Geschirrspüler transportsicher machen

Bei Waschmaschinen ist die Transportsicherung ein absolutes Muss. Die Trommel muss fixiert werden, damit sie sich während der Fahrt nicht bewegt. Fehlt diese Sicherung, können Stoßdämpfer und Lager beschädigt werden. Auch Geschirrspüler sollten vollständig entleert und gut fixiert werden. Lose Schläuche müssen befestigt werden, um ein Abknicken oder Reißen zu vermeiden.

Elektronische Geräte vor Erschütterungen schützen

Fernseher, Monitore und andere elektronische Geräte reagieren empfindlich auf Stöße. Ideal ist der Transport in der Originalverpackung. Falls diese nicht mehr vorhanden ist, sollten stabile Kartons, Schaumstoff, Decken oder Luftpolsterfolie verwendet werden. Bildschirme müssen immer senkrecht transportiert werden. Ein flach liegender Fernseher kann durch sein Eigengewicht Schaden nehmen.

Richtige Verladung im Transportfahrzeug

Auch das beste Verpacken nützt wenig, wenn die Geräte im Fahrzeug falsch positioniert sind. Schwere Haushaltsgeräte gehören an die Seitenwände des Transporters und müssen mit Spanngurten fixiert werden. Freistehende Geräte kippen bei Bremsmanövern schnell um. Wichtig ist außerdem, zwischen den Geräten ausreichend Polstermaterial zu platzieren, um direkte Stöße zu vermeiden.

Temperatur und Standzeit nach dem Umzug beachten

Ein häufiger Fehler ist das sofortige Einschalten der Geräte nach dem Transport. Besonders Kühlgeräte sollten nach dem Aufstellen mehrere Stunden ruhen, damit sich Flüssigkeiten im Inneren setzen können. Bei kalten Außentemperaturen kann diese Ruhezeit noch länger sein. Wer diese Phase ignoriert, riskiert einen Defekt, der erst Wochen später sichtbar wird.

Selbst machen oder Profis beauftragen

Viele Schäden entstehen bei Umzügen in Eigenregie. Ohne Erfahrung ist es schwer einzuschätzen, wie empfindlich bestimmte Geräte sind. Professionelle Umzugshelfer kennen die typischen Risiken und verfügen über geeignetes Equipment. Gerade bei hochwertigen Haushaltsgeräten kann sich fachgerechter Transport langfristig auszahlen und unerwartete Reparaturkosten vermeiden.

Fazit: Sorgfalt spart langfristig Geld

Haushaltsgeräte überstehen einen Umzug nur dann unbeschadet, wenn sie richtig vorbereitet, verpackt und transportiert werden. Kleine Fehler wirken sich oft erst später aus und führen zu Ausfällen, die vermeidbar gewesen wären. Wer sich ausreichend Zeit nimmt oder auf professionelle Hilfe setzt, schützt nicht nur seine Geräte, sondern auch das eigene Budget vor unnötigen Überraschungen.
Timo.TeggatzT
Ein Beitrag von:

Timo.Teggatz

Schrieb schon als Schüler für die Lokalzeitung über Kaninchenzüchter und mehr, während des Politik-Studiums in Kiel als rasender Sportreporter im Einsatz. Volontariat beim Schleswig-Holsteinischen-Zeitungsverlag, danach acht Jahre als Redakteur für eine Touristikzeitschrift in der Weltgeschichte unterwegs. Seit Juli 2014 bei der Evangelischen Zeitung – seit dem Start von evangelische-zeitung.de für online zuständig.

👋 Unser Social Media