Werke von Friedrich-Vordemberge-Stipendiat Riesenbeck in artothek

Die Ausstellung „User (lean)“ in Köln zeigt Werke von Moritz Riesenbeck. Der mit dem diesjährigen Friedrich-Vordemberge-Stipendium ausgezeichnete Künstler beschäftigt sich darin mit der Entwicklung von Produkten und den Bedingungen ihrer Herstellung, wie die Stadt Köln am Donnerstag ankündigte. Die Schau ist vom 30. Oktober bis 20. Dezember in der artothek zu sehen. Der Künstler widme sich darin etwa der Frage, welche Rolle körperliche Daseinsformen künftig noch spielen werden, hieß es.

Zentrum der Ausstellung sind den Angaben zufolge zwei große ausgediente Blasebälge, die aus Schmiedewerkstätten der frühen Industrialisierung stammen. Sie würden über eine digital gesteuerte, hydraulische Apparatur aktiviert. Dekorative Schnörkel und Bildelemente auf den Blasebälgen habe Riesenbeck durch eine Gravur nach Francisco Goyas Radierung „Sopla“ ersetzt. Sie zeigt, wie ein kindlicher Körper zum Blasebalg umfunktioniert ein Feuer inmitten ausgezehrter Gestalten anfachen soll.

Riesenbeck wurde 1991 in Warendorf geboren, studierte Architektur (BA) und Freie Kunst in Münster und war bis 2022 Meisterschüler bei Gregor Schneider an der Kunstakademie Düsseldorf. Er setzt sich vor allem mit den wechselseitigen Beziehungen von Menschen mit dem umgebenden architektonischen, sozialen und emotionalen Raum auseinander. Die Stadt Köln hat in diesem Jahr fünf Stipendien für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler aus den Sparten Bildende Kunst, Literatur und Musik in Höhe von jeweils 12.000 Euro vergeben.

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