Weniger Blinddarm-Operationen in Schleswig-Holstein

Die Zahl der Blinddarm-Operationen in Schleswig-Holstein ist seit 2016 deutlich gesunken. 2024 seien 542 stationäre Eingriffe erfolgt, teilte die Krankenkasse AOK Nordwest am Donnerstag mit. Diese Zahl sei zwar vergleichbar mit dem Vorjahr (524 Eingriffe), zeige aber einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Jahr 2016 (708 Eingriffe). „Bei einer Blinddarmentzündung ist nicht immer sofort eine Operation erforderlich. Durch die Gabe von Antibiotika und bildgebende Verfahren kann eine gesicherte Diagnose gestellt und dadurch eine Operation im Einzelfall vermieden werden“, erklärte AOK-Nordwest-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

Da die Symptome einer Blinddarmentzündung anderen Erkrankungen ähneln, sei die Diagnose nicht leicht zu stellen, hieß es. Technische Fortschritte in der bildgebenden Diagnostik könnten dabei helfen, die Blinddarmentzündung von anderen Erkrankungen zu unterscheiden. So könnten unnötige Operationen vermieden werden. Auch der Einsatz einer Antibiotikatherapie könne Zeit für die Diagnose schaffen. Operiert werde in der Regel erst bei einer gesicherten Diagnose. Eine Blinddarmentfernung erfolge überwiegend minimal-invasiv. Den Angaben zufolge ist sie die am häufigsten durchgeführte Bauchoperation.

Die AOK hat bundesweit 20,9 Millionen Mitglieder. Die AOK Nordwest versichert rund 2,97 Millionen Menschen in Westfalen, Lippe und Schleswig-Holstein.

👋 Unser Social Media