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Weltklimakonferenz startet am Montag

Erst ein Gipfeltreffen, dann die Weltklimakonferenz. In den nächsten zwei Wochen dreht sich im brasilianischen Belém alles um den Klimaschutz. Das Ziel steht seit zehn Jahren fest. Der Weg dahin ist steinig.

In der brasilianischen Amazonasmetropole Belém beginnt am Montag die diesjährige Weltklimakonferenz. Rund 50.000 Delegierte wollen dann bis zum 21. November über Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel beraten.

Konkret geht es um die Umsetzung des vor zehn Jahren abgeschlossenen Pariser Klimaabkommens. Es sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad, möglichst sogar 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau, zu begrenzen. Dies soll durch Verminderungen beim Ausstoß von Kohlendioxid und anderen klimaschädlichen Gasen wie Methan und Lachgas geschehen. Dazu legen die Länder Selbstverpflichtungen vor, die Nationally Determined Contributions, kurz NDC.

Am Dienstag hatte das UN-Umweltprogramm UNEP seinen “Emissions Gap Report” vorgelegt. Würden alle Länder ihre Emissionen wie angekündigt reduzieren, rechnen die Experten mit einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur von 2,3 bis 2,5 Grad. Mit den derzeitigen Maßnahmen steuert die Welt demnach auf eine Erwärmung um 2,8 Grad zu – gegenüber 3,1 Grad, die die Fachleute im Jahr 2024 berechneten.

Dem Weltklimakonferenz vorgeschaltet war ein Gipfeltreffen von Staats- und Regierungschefs aus aller Welt. Daran nahm auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) teil.