Weltbevölkerung wächst auf 8,3 Milliarden

Auf der Erde leben etwa 8,3 Milliarden Menschen. Das sind 72,8 Millionen mehr als vor einem Jahr, damit setzt sich ein Trend fort. Was die Gründe sind.
Weltbevölkerung wächst auf 8,3 Milliarden
Die Prognose der Bevölkerungsentwicklung wurde aufgrund neuer Daten korrigiert
Imago / Jochen Tack
Zum bevorstehenden Jahreswechsel leben gut 72,8 Millionen Menschen mehr Menschen auf der Welt als vor einem Jahr  ein Zuwachs fast in der Größenordnung der Bevölkerung Deutschlands. Wie die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) mitteilte, leben damit nach Schätzungen 8.228.320.379 Menschen auf der Erde, also fast 8,3 Milliarden. Doch während in der Bundesrepublik die Geburtenraten stetig sinken und eine Überalterung der Gesellschaft droht, lebt in Afrika südlich der Sahara den Angaben zufolge die größte Jugendgeneration aller Zeiten: Über 40 Prozent der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre. "Dass diese jungen Menschen, insbesondere die jungen Frauen und Mädchen, in die Lage versetzt werden, selbst zu entscheiden, ob, wann und mit wem sie wie viele Kinder bekommen, ist nicht nur die Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Bevölkerungsentwicklung, sondern vor allem ein Menschenrecht", betonte DSW-Programm-Vorständin Angela Bähr. Doch dieses Menschenrecht werde weltweit wieder zunehmend in Frage gestellt.

Weltbevölkerung: Hilfsprogramme gekürzt

"Zugang zu medizinischer Versorgung, zu Verhütung und Aufklärung, das Recht, frei und sicher über Partnerschaft, Schwangerschaft und Familiengründung zu entscheiden sowie der Schutz vor Zwang, Gewalt und Diskriminierung gehören seit der Weltbevölkerungskonferenz vor über 30 Jahren in Kairo in den Wertekanon der Vereinten Nationen", heißt es weiter. Seit 2015 gehöre dies auch zu deren Nachhaltigkeitszielen, die bis 2030 erreicht werden sollen. Aktuell sei aber weniger Fortschritt als vielmehr ein sich bedrohlich beschleunigender Rückschritt zu verzeichnen, so Bähr. "Frauenrechte, Frauengesundheit und mühsam errungene Fortschritte in der Selbstbestimmung geraten zunehmend unter politischen und gesellschaftlichen Druck." Programme zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit würden infrage gestellt oder gar nicht mehr finanziert. Diese Entwicklung habe seit dem Amtsantritt Donald Trumps und der Schließung der US-Hilfsorganisation USAID dramatische Ausmaße angenommen. Auch in Europa und Deutschland seien erhebliche Kürzungen vorgenommen worden.

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