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Welt-Aids-Tag: Gesundheitsministerin fordert mehr Prävention in MV

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) ruft zum heutigen Welt-Aids-Tag zu mehr Solidarität mit HIV-positiven Menschen und mehr Prävention auf. In Mecklenburg-Vorpommern haben sich laut aktueller Erhebung des Robert Koch-Instituts (RKI) etwa 1.000 Menschen mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) infiziert, teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit.

Zum Welt-Aids-Tag machte Drese darauf aufmerksam, dass sich im vergangenen Jahr rund 60 Personen in Mecklenburg-Vorpommern neu mit HIV infiziert haben. Bundesweit hat es Schätzungen des RKI zufolge rund 2.300 Neuinfektionen gegeben, etwa 200 mehr als im Jahr 2023.

„Diese Entwicklung zeigt, dass weitere Maßnahmen notwendig sind, damit Menschen mit HIV früher von ihrer Infektion erfahren und eine Therapie erhalten können“, sagte Drese. Besonders Unwissen und Diskriminierung sind laut Gesundheitsministerin Hindernisse für den Ausbau von Präventionsmöglichkeiten.

Drese ruft zu mehr Solidarität mit HIV-positiven Menschen auf: „Vor über 30 Jahren war eine HIV-Infektion meist tödlich. Heute ist HIV gut behandelbar, wenn auch noch nicht heilbar.“ Ganz wichtig sei, dass HIV unter Therapie auch nicht mehr übertragbar ist.