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Welche Früherkennungsuntersuchungen für Männer empfohlen werden

Auch bei Schmerzen beißen viele Männer eher die Zähne zusammen, als zum Arzt zu gehen. Auf lange Sicht gesehen ist das der falsche Weg. Experten raten zu mehr Vorsorge

Männer gehen seltener zum Arzt und meiden Vorsorgeuntersuchungen stärker als Frauen – wie der Fall Thomas Gottschalk gerade erneut unter Beweis stellt.

Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) nennt Vorsorgeuntersuchungen für Männer, die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Halbjährliche Zahnkontrolle beim Zahnarzt.

Empfohlen wird ein regelmäßiger Eigen-Check auf Hodentumore. In der Altersgruppe zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr ist der bösartige Hodentumor die häufigste Krebserkrankung des Mannes, obwohl insgesamt der Hodentumor mit ein bis zwei Prozent aller Tumorerkrankungen selten ist.

Einmaliger Check-up – unter anderem von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes – beim Hausarzt.

– Alle drei Jahre haben Männer Anspruch auf einen allgemeinen Check-up beim Hausarzt. Neben der körperlichen Untersuchung, der Kontrolle der Blutwerte sowie einer Urin-Untersuchung gehört auch der Check des Impfstatus dazu. Ebenfalls ab 35 Jahren können Männer alle zwei Jahre eine Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs in Anspruch nehmen. Dabei untersucht der Dermatologe die Haut nach Veränderungen, die auf weißen oder schwarzen Hautkrebs hindeuten.

– Einmal im Jahr können Männer eine Früherkennungsuntersuchung auf Prostatakrebs und Krebserkrankungen des äußeren Genitals wahrnehmen. Dabei werden nicht nur die äußeren Geschlechtsorgane sowie die örtlichen Lymphknoten abgetastet, sondern auch die Prostata über den Enddarm.

Ab 50 Jahren können Männer das Darmkrebsscreening nutzen. Sie haben die Wahl zwischen einer Darmspiegelung und einer Stuhluntersuchung auf verstecktes (okkultes) Blut. Den Stuhltest können Männer zwischen 50 und 54 Jahren einmal im Jahr wahrnehmen. Die Darmspiegelung können Männer zweimal im Abstand von zehn Jahren wahrnehmen – sofern die erste Untersuchung unauffällig ist. Ansonsten verkürzt sich der Untersuchungszeitraum.

Männer können alle zwei Jahre einen Stuhltest durchführen lassen oder sich für die Darmspiegelung entscheiden.

Männern steht einmalig die Früherkennung auf ein Bauchaortenaneurysma zur Verfügung. Dabei wird die Bauchschlagader mittels Ultraschall untersucht. Männer sind deutlich häufiger von einem Bauchaortenaneurysma betroffen als Frauen. Für Frauen zählt diese Untersuchung nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen.