Weimer würdigt Mut der Menschen im Herbst ’89

Zum 36. Jahrestag des Mauerfalls hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) den Mut der Menschen gewürdigt, die im Herbst 1989 in der DDR friedlich auf die Straße gegangen sind. Zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung im Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth an thüringisch-bayerischen Landesgrenze am Sonntag nannte er den Fall der Mauer am 9. November 1989 „die Ernte eines langen, mühsamen Kampfes mutiger, tapferer, hoffnungsvoller Menschen für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte“.

Die friedliche Revolution von 1989 sei ein beispielloses Ereignis der Weltgeschichte gewesen, so Weimer. So etwas habe es zuvor nicht gegeben, und es sei seither nirgendwo wieder gelungen.

In Zeiten, in denen neue Mauern hochgezogen werden, vor allem in den Köpfen und Herzen, sei Mödlareuth ein Mahnmal: „Es mahnt uns, dass jede Form der Unfreiheit, jede Diktatur, jeder Versuch, Menschen einzusperren in Ideologien oder hinter Grenzen, am Ende scheitern muss, weil der Freiheitsdrang des Menschen stärker ist als jede Mauer.“

Das „Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth“ erinnert an die Geschichte der deutschen Teilung. Für die modernisierte Dauerausstellung wurde ein Erweiterungsbau errichtet, den der Bund mit mehr als 5,6 Millionen Euro gefördert hat.

Das Dorf Mödlareuth, auch als „Little Berlin“ bezeichnet, lag genau auf der Grenze zwischen der Bundesrepublik und der DDR. Die etwa 50 Einwohner trennten Grenzanlagen und ab 1966 eine 3,30 Meter hohe Betonsteinmauer.

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