Weimer: “Antisemitismus ist kein Schatten der Vergangenheit”

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) hat zum 87. Jahrestag der Reichspogromnacht der Nationalsozialisten vor wachsendem Antisemitismus in Deutschland und Europa gewarnt. „Die Pogromnacht vom 9. November 1938 war ein barbarisches Verbrechen, das uns bis heute verpflichtet“, erklärte Weimer in Berlin.

Der Tag zeige, „wohin Hass und Gleichgültigkeit führen, wenn die Werte von Menschlichkeit und Freiheit verloren gehen“. Die Bilder von enthemmter Gewalt gegen wehrlose Menschen, der Zerstörung und des brennenden Hasses erschütterten ihn immer wieder, sagte Weimer. Die Erinnerung daran sei „kein Ritual, sondern eine schmerzhafte Mahnung an uns alle, wachsam zu bleiben“.

Weimer betonte: „Antisemitismus ist kein Schatten der Vergangenheit, er wütet wieder im grellen Licht unserer Gegenwart“. Der Kulturstaatsminister rief dazu auf, die Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag der Reichspogromnacht als Zeichen des Zusammenhalts zu verstehen. Das Gedenken an die Opfer sei auch ein Bekenntnis zu einer offenen, vielfältigen und demokratischen Gesellschaft.

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