Zum zweiten Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas auf Israel hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) den 7. Oktober für Israel und für Jüdinnen und Juden weltweit als Tag des Schmerzes bezeichnet. „Meine Gedanken und mein Mitgefühl sind heute ganz besonders bei den Opfern dieses brutalen Massakers der Hamas und bei den Menschen, die weiterhin als Geiseln festgehalten werden“, sagte der Kulturstaatsminister am Dienstag in Berlin. Für ihre Angehörigen seien dies „zwei unerträgliche Jahre der Angst und Verzweiflung“.
Beim Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 wurden rund 1.200 Menschen in Israel getötet und mehr als 240 in den Gaza-Streifen verschleppt. Der Angriff führte zum Krieg zwischen Israel und der Hamas, dem im Gaza-Streifen Zehntausende Menschen zum Opfer fielen.
Weimer erinnerte insbesondere an die zumeist sehr jungen Menschen, die bei dem Nova-Musikfestival in der israelischen Negev-Wüste von der Hamas angegriffen wurden. Diese jungen Menschen seien friedlich zusammengekommen, um das Leben und die Musik zu feiern. „Doch sie wurden zu Opfern von Terror, Entführung und Mord“, sagte Weimer.
Dieser Angriff auf das Musikfestival sei auch ein Angriff auf die Kultur als solche gewesen. „Kultur lebt von Freiheit und sie schafft Orte der Vielfalt und Verbundenheit. Genau deshalb wurde das Nova-Musikfestival zur Zielscheibe eines tief verwurzelten Hasses.“ In Berlin dokumentiert bis zum 16. November die Ausstellung „October 7, 06:29 AM - The Moment Music Stood Still“ den Angriff der Hamas auf das Techno-Festival.
Weimer verurteilte zudem den Hass auf jüdische Menschen und auf jüdisches Leben, der sich in Deutschland seit dem 7. Oktober 2023 „hemmungslos“ ausgebreitet habe. „Antisemitismus darf niemals die Antwort auf den Konflikt zwischen Israel und der Terrorgruppe Hamas sein“, sagte Weimer.