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Weihnachtspost: Die Hälfte verschickt noch Karten

Trotz Messenger-Diensten bleibt Weihnachtspost für viele wichtig. Eine Umfrage zeigt, wer noch Karten schreibt und welche Rolle Familie, Freunde und die Region spielen.

Das Verschicken von Weihnachtskarten bleibt für viele Menschen ein wichtiges Ritual
Das Verschicken von Weihnachtskarten bleibt für viele Menschen ein wichtiges RitualImago / Rüdiger Wölk

Auch wenn es via WhatsApp und Co schneller geht: 50 Prozent der Deutschen verschicken in der Weihnachtszeit noch Karten und Grüße. Unter ihnen andressieren sie 34 Prozent an Familienmitglieder, 31 Prozent an enge Freunde. Das geht aus einer veröffentlichten YouGov-Umfrage im Auftrag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) hervor. 45 Prozent der Befragten verzichten auf postalische Festtagsgrüße.

Zugleich ist ein leichtes Ost-West-Gefälle zu beobachten. In Ostdeutschland ist das Schreiben von Weihnachtsgrüßen etwas beliebter als im Westen. Während dort 33 Prozent Karten an Angehörige schicken, sind es im Osten noch 39 Prozent. Auch enge Freunde (33 Prozent) und Bekannte (17) finden dort noch eher Weihnachtspost im Kasten als Westdeutsche, wo sich noch 30 Prozent der engen Freunde und 15 Prozent der Bekannten über Karten freuen können.

Frauen schreiben mehr Weihnachtspost an enge Freunde

Weihnachtskarten an Kunden, Kollegen und Geschäftspartner sind nur noch für 7 Prozent der Befragten wichtig. Wenn sie geschrieben werden, dann eher von Männern (9 Prozent) als von Frauen (6 Prozent). Ansonsten ist eher das weibliche Geschlecht fürs Verfassen von Weihnachtsgrüßen zuständig. Das zeigt sich am deutlichsten bei engen Freunden: 34 Prozent werden von Frauen verschickt, 27 Prozent von Männern.

YouGov hatte zwischen dem 12. und 14. Dezember 13.740 Personen in Deutschland ab 18 Jahren die Frage gestellt “Wem schicken Sie, wenn überhaupt, in der Weihnachtszeit Karten und Grüße?” Dabei waren Mehrfachnennungen möglich. Die Ergebnisse sind den Angaben zufolge repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.