Ob es für jeden 2,9 Prozent werden, muss sich zeigen: Am Montag wird der durchschnittliche Zusatzbeitrag für Krankenkassen festgelegt. Was jeder draufzahlen muss, hängt von der Kasse ab.
An diesem Montag wird der durchschnittlich ausgabendeckende Zusatzbeitrag für die Krankenkassen auf 2,9 Prozent festgelegt. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kündigte dies in der "Rheinischen Post" an. Die Höhe war bereits bekannt und wurde vom Schätzerkreis für das Jahr 2026 mit einem stabilen Zusatzbeitrag von weiter durchschnittlich 2,9 Prozent berechnet.
"Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam im sogenannten Schätzerkreis mit den Kassen und anderen Experten festzulegen, wie hoch der durchschnittliche ausgabendeckende Zusatzbeitrag zu erwarten ist", sagte Warken. Sie wies jedoch darauf hin, dass der tatsächliche Zusatzbeitrag von den Krankenkassen individuell festgelegt wird. "Das hat vor allem etwas mit der wirtschaftlichen Situation der jeweiligen Krankenkasse zu tun. Da Wettbewerb unter den Kassen herrscht, muss jede Einzelne schauen, wie sie mit ihren Einnahmen und Ausgaben wirtschaftet", erläuterte Warken.
"Manchen gelingt das besser als anderen und deshalb gibt es unterschiedliche Zusatzbeiträge", so die Gesundheitsministerin. "Versicherte müssen für sich abwägen, ob sich ein Kassenwechsel lohnt - auch ich habe das als gesetzlich Versicherte im Blick. Das ist nicht immer der Fall, selbst wenn der Zusatzbeitrag über dem Schnitt liegen sollte. Beitragssatz und Leistungen sollten immer abgewogen werden", betonte die CDU-Politikerin.
Dem Gremium "Schätzerkreis" gehören Fachleute aus Bundesgesundheitsministerium, Bundesamt für Soziale Sicherung und dem GKV-Spitzenverband an. Den Zusatzbeitrag zahlen anteilig Arbeitgeber und -nehmer zusätzlich zum allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent.