Die Waldschule in Duisburg-Baerl bleibt evangelisch. Bei einer Abstimmung unter den Eltern der Schülerinnen und Schüler sei nicht die erforderliche Zahl der Stimmen für eine Umwandlung der Grundschule in eine Gemeinschaftsgrundschule erreicht worden, erklärte die Stadt Duisburg am Mittwoch. Von insgesamt 214 Stimmberechtigten hätten 128 Personen eine Stimme abgegeben. Davon seien 99 Stimmzettel gültig gewesen. 51 dieser Stimmen seien für und 48 gegen die Umwandlung gewesen. Um eine konfessionsgebundene Schule umzuwandeln, müssen mehr als 50 Prozent der Stimmberechtigten zustimmen, das wären in diesem Fall 108 Stimmen gewesen.
Für das kommende Schuljahr 2024/25 werde einmalig eine weitere Klasse gebildet, um den Baerler Grundschulkindern einen wohnortnahen Schulplatz anzubieten, betonte die Stadt. „Eine Dreizügigkeit geht hierbei allerdings nicht einher und wird derzeit aus schulentwicklungsplanerischer Sicht für die Zukunft auch nicht gesehen“, hieß es.
Die Eltern konnten laut Stadt bis 26. März über die Umwandlung der Schule abstimmen. Der Rat der Stadt Duisburg hatte im Februar beschlossen, das Abstimmungsverfahren zur Umwandlung der Grundschule durchzuführen. An konfessionsgebundenen Schulen können alle Kinder lernen. Das Schulrecht sieht allerdings vor, dass die entsprechende Konfession das erste Aufnahmekriterium ist.
Eltern hatten kritisiert, dass einige Kinder aus dem Stadtteil deshalb keinen Platz an der Waldschule bekämen. Die zweizügige Waldschule ist die einzige Grundschule im Stadtteil und zugleich die einzige evangelische Grundschule in Duisburg. Laut dem Evangelischen Schulreferat Duisburg/Niederrhein waren die Anmeldezahlen für die Grundschule in diesem Jahr besonders hoch und hätten die Zahl der zunächst vorgesehenen Schulplätze deutlich überschritten. Das liege aber nicht vornehmlich an evangelischen Kindern aus anderen Stadtteilen, hieß es. Laut Stadt haben sich lediglich drei evangelische Kinder aus anderen Stadtteilen an der Waldschule angemeldet.