Wärmeplanung kostet das Land 9,4 Millionen Euro jährlich

Die flächendeckende kommunale Wärmeplanung kostet das Land Baden-Württemberg jährlich rund 9,4 Millionen Euro. Mit diesem Geld werde die gesetzliche Pflichtaufgabe für alle Gemeinden finanziert, schreibt das Umweltministerium in einer am Montag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion. Direkte finanzielle Belastungen für Bürger und Unternehmen entstünden durch die Pläne nicht.

Bei der Wärmeplanung handelt es sich laut Mitteilung um ein strategisches Instrument, das aufzeigen soll, wie die Wärmeversorgung vor Ort klimaneutral werden kann. Die Pläne selbst sind rechtlich nicht bindend. Eigentümer werden dadurch nicht verpflichtet, ihre Heizungen auszutauschen oder ihre Gebäude zu sanieren. Die Entscheidung über eine Modernisierung liegt weiterhin allein bei den Hausbesitzern.

Die Kosten von 9,4 Millionen Euro pro Jahr sind für den Zeitraum von 2025 bis 2028 veranschlagt. Im Jahr 2029 rechnet die Regierung noch mit rund 3,7 Millionen Euro. Das Land erstattet den Kommunen damit die Ausgaben, die durch die Beauftragung von Dienstleistern und den internen Aufwand entstehen.

Das Umweltministerium erwartet, dass die Wärmeplanung den Immobilienmarkt beeinflussen wird. Unsanierte Gebäude könnten an Wert verlieren, während modernisierte Immobilien im Wert steigen dürften. Zudem sieht die Regierung positive wirtschaftliche Effekte. Investitionen würden von importierten fossilen Energien in die lokale Wirtschaft und das Handwerk umgelenkt. (3019/24.11.2025)

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