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Wadephul hofft künftig wieder auf mehr Geld für humanitäre Hilfe

Außenminister Johann Wadephul (CDU) will dafür sorgen, dass das geschrumpfte deutsche Budget für humanitäre Hilfe künftig wieder wächst. Im kommenden Jahr stehe rund eine Milliarde Euro weniger zur Verfügung, „und ich halte das für einen beklagenswerten Zustand“, sagte Wadephul am Mittwoch in der Bundestagsdebatte über die Etatplanung für 2026. Es sei aus seiner Sicht notwendig, „dass wir in zukünftigen Haushalten dies überdenken“.

Wadephul bezeichnete es als einen „Wert an sich, dass wir in Deutschland nicht auf uns konzentriert sind, nicht eine Nabelschau betreiben, sondern die Welt und unsere Verantwortung für die Welt sehen“.

In Krisen- und Kriegsgebieten wie der Ukraine, dem Gaza-Streifen und dem Sudan warteten „riesige Aufgaben“. Deutschland müsse als eine der reichsten Industrienationen „humanitäre Hilfe in der gesamten Welt“ leisten, zeigte sich der Minister überzeugt. Er habe bereits damit begonnen, dafür zu werben, die Mittel dafür künftig wieder zu erhöhen.

Im Haushalt des Auswärtigen Amts sind für das kommende Jahr 1,05 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe vorgesehen. Das ist die gleiche Summe wie 2025, aber weniger als die Hälfte des für 2024 eingeplanten Budgets von 2,2 Milliarden Euro.