Vorletzte Kardinalsversammlung vor Papstwahl – Thema Migration

Noch eine Versammlung vor dem eigentlichen Konklave fehlt, dann beginnt die Papstwahl. Am Montag sprachen die Kardinäle über internationale Konfliktherde - und erneut über das Profil des künftigen Papstes.

Bei ihrer vorletzten Versammlung vor dem Konklave haben sich die Kardinäle der katholischen Kirche über Konflikte und Migration ausgetauscht. In 20 Redebeiträgen sprachen einzelne Kirchenmänner etwa über Kriege in ihren Ländern, wie Vatikansprecher Matteo Bruni am Montagabend mitteilte. Vornehmlich sei es dabei um den afrikanischen Kontinent gegangen.

Wie bereits bei der Morgensitzung waren 132 Papstwähler anwesend, einer fehlte. Gemeinsam mit rund 40 nicht mehr wahlberechtigten Kardinälen sprachen die Geistlichen über ihre Verpflichtung, den neuen Papst zu unterstützen. Erneut bekräftigten sie den Wunsch, das künftige Kirchenoberhaupt solle ein "Hirte" sein, der über kirchliche Grenzen hinausgehe. Der nächste Pontifex solle sich einsetzen für den Dialog und die Beziehungen zu verschiedenen religiösen und kulturellen Welten.

Ab Dienstagmorgen können die Papstwähler in die ihnen zugelosten Unterkünfte im Vatikan ziehen. Die Zimmer befinden sich in den Gästehäusern Santa Marta und Alt-Santa-Marta. Bevor das Konklave am Mittwochmorgen mit einer Messe im Petersdom eröffnet wird, beraten alle in Rom anwesenden Kardinäle noch einmal gemeinsam. Am Mittwoch um 16.30 Uhr ziehen die wahlberechtigten Kardinäle unter 80 Jahren in die Sixtinische Kapelle ein. Am Abend wird es einen ersten Wahlgang geben.

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