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Vor 1.300 Jahren wurde das Kloster Reichenau gegründet

In dieser Woche beginnt das Jubiläum “1.300 Jahre Klosterinsel Reichenau – Welterbe des Mittelalters”. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) gibt einen Überblick über die Geschichte der Klosterinsel, die im Frühmittelalter zu den bedeutendsten kulturellen Zentren nördlich der Alpen zählte.

um 800 vor Christus: früheste Spuren einer Besiedlung der Insel

724: Klostergründung durch Wandermönch Pirmin, der wohl aus Irland stammte – Gründungsdatum stammt aus einer im späten Mittelalter gefälschten Urkunde

799: Egino von Verona gründet Kirche Sankt Peter in Niederzell

um 800: Kloster wird Königsabtei und ist damit nur dem König untertan, darf eigenes Recht sprechen

811: Abt Heito als königlicher Gesandter in Konstantinopel

824: Erste Eintragungen im Reichenauer Verbrüderungsbuch – Dokument der europaweiten Vernetzung

830: Abtei erhält Markus-Reliquien – bis heute Prozessionen mit den Gebeinen des Heiligen

842-49: Abt Walahfrid Strabo verfasst das erste Gartenkundebuch

891: Abt Hatto wird Erzbischof von Mainz

900: Hatto wird Vormund von Ludwig dem Kind

925: Heilig-Blut-Reliquie kommt auf die Reichenau

1013-54: Universalgelehrter Hermann der Lahme

um 1100: langsames Ende der Blütezeit mit europäischer Bedeutung des Klosters Reichenau

um 1150: Neubau der Peter-und-Paul-Kirche Niederzell

1236: Klosterbrand

1406: Kloster hat nur noch zwei Mönche – den Abt und seinen Neffen

1540: endgültiger Verlust der Eigenständigkeit – Reichenau fällt dem Bistum Konstanz zu

1605: Neu- und Umbau Klosterkonvent

1757: Vertreibung der verbliebenen Mönche

1803: Auflösung des Klosters im Zuge der Säkularisation – Bibliothek kommt nach Karlsruhe

1924/25: 1.200-Jahr-Jubiläum auf der Insel

2000: Auszeichnung als Unesco-Welterbe

2001: Rückkehr der Mönche: Beuroner Benediktiner Stephan Vorwerk gründet Cella Sankt Benedikt

2024: Landesausstellung, Theater, digitale Rekonstruktionen und Konzerte auf der Insel zum 1.300-Jahr-Jubiläum