Die gemeinnützige Erlanger Organisation „EinDollarBrille e. V.“ ist am Sonntag im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg mit dem Marion-Dönhoff-Preis ausgezeichnet worden. Die Wochenzeitung „Die Zeit“, die Zeit Stiftung Bucerius und die Marion Dönhoff Stiftung verliehen den Preis für internationale Verständigung und Versöhnung zum 23. Mal, teilte die Zeit Verlagsgruppe mit. Auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) wurde ausgezeichnet. Beide Organisationen erhielten jeweils 20.000 Euro.
Der Arzt und Wissenschaftsjournalist Eckart von Hirschhausen hielt die Laudatio auf den Verein „EinDollarBrille“. In verschiedenen Projektländern wie Kenia, Brasilien oder Indien ermöglicht die Organisation einen bezahlbaren Zugang zu Sehhilfen. Hirschhausen würdigte Martin Aufmuth, den Gründer und Vorstandsvorsitzenden, der den Preis in Hamburg entgegennahm, als Beispiel dafür, was ein einzelner Mensch Gutes bewirken kann.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz wurde für seine Verdienste als Wächter über das humanitäre Völkerrecht ausgezeichnet. Seit seiner Gründung setze sich das IKRK für die Opfer von bewaffneten Konflikten ein. Mirjana Spoljaric Egger, Präsidentin des IKRK, betonte, dass Investitionen in die Verteidigung immer auch mit der Stärkung des humanitären Völkerrechts einhergehen müssen. Regeln im Krieg seien dafür geschaffen worden, „die eigene Zivilbevölkerung im Ernstfall maximal zu schützen“, sagte sie.
Der Jury des Marion-Dönhoff-Preises gehören neben anderen der Autor Friedrich Dönhoff, der Historiker Norbert Frei, die Journalistin Astrid Frohloff und die Politökonomin Maja Göpel an. Marion Gräfin Dönhoff war Chefredakteurin und Herausgeberin der „Zeit“. Nach ihrem Tod im Jahr 2002 wurde der Marion-Dönhoff-Preis ins Leben gerufen. (3773/30.11.2025)