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Verbraucherservice startet Mitmachaktion “Alles öko oder was?”

 Der Verbraucherservice Bayern (VSB) hat eine Mitmachaktion zu grünem Etikettenschwindel (Greenwashing) gestartet. Am Dienstag rief der Verband unter dem Motto “Alles öko oder was?” dazu auf, beim Einkauf vermeintlich nachhaltiger Produkte genau hinzuschauen. Verbraucher sollten durch Fotos von Verpackungen und Etiketten alles melden, was als irreführende Werbung mit vagen Umweltvorteilen in Betracht kommen könnte. VSB-Expertinnen prüften mögliche Verstöße und Möglichkeiten einer Abmahnung. Die Aktion läuft bis 8. März. Einsendungen nimmt der VSB Passau entgegen.

Nach Angaben des Verbands finden sich auf Produkten neben aussagekräftigen Gütezeichen auch viele Slogans und Labels, die den Eindruck von Umweltfreundlichkeit erweckten und zum Kauf mit gutem Gewissen verleiten sollten. Bisher müssten Unternehmen den tatsächlichen Mehrwert nicht nachweisen. Eine Gesetzesänderung soll dies EU-weit ändern. Mit der Mitmachaktion will der Verband auf das Problem aufmerksam machen.

Der VSB nennt Beispiele, etwa den Aufdruck “aus Recyclingmaterial” auf Kleidungsstücken. Die Höhe des Anteils an Recyclingmaterial gehe daraus nicht hervor. Häufig werde auch mit Selbstverständlichkeiten geworben wie dem Begriff “plastikfrei” auf einer Glasflasche.

Die Mitmachaktion findet anlässlich der diesjährigen Woche der Abfallvermeidung statt. Ausgewertet werden soll sie laut Mitteilung in der Weltverbraucherwoche vom 11. bis 15. März 2024. – Der VSB ist eine staatlich geförderte Einrichtung des Katholischen Deutschen Frauenbunds.