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Verbraucherschützer: Lutschbonbons helfen bei Halsschmerzen

Säfte, Sprays und Lösungen: Während der Erkältungszeit werden viele Mittel gegen Halsschmerzen und Husten verkauft, doch laut Stiftung Warentest sind die meisten unnötig.

Halsschmerzen können nach Einschätzung von Stiftung Warentest auch mit Lutschbonbons gelindert werden
Halsschmerzen können nach Einschätzung von Stiftung Warentest auch mit Lutschbonbons gelindert werdenImago / BSIP

Halsschmerzen können nach Einschätzung von Stiftung Warentest auch mit Lutschbonbons gelindert werden. Frei verkäufliche Säfte, Sprays oder Lösungen seien hingegen meist nicht nötig, ist das Ergebnis eines veröffentlichten Tests der Verbraucherschützer. Demnach seien nur 5 von 24 gekauften Mitteln eingeschränkt zu empfehlen.

“Für manche Mittel in unserem Test ist nicht belegt, dass sie gegen Halsentzündungen besser helfen als Scheinmedikamente”, so Claudia Michael, Leiterin des Tests. Einige Halsschmerzmitteln könnten zudem Nebenwirkungen haben und beispielsweise die Mundschleimhaut schädigen und allergische Reaktionen auslösen.

Lokal wirkende Antibiotika und Antiseptika sind “wenig sinnvoll”

Auch Arzneimittel mit Antiseptika seien gegen Viren wenig wirksam; sie würden nur oberflächlich desinfizieren. Die Warentester bezeichneten ebenfalls Produkte mit lokal wirkenden Antibiotika als “wenig sinnvoll”. Diese bekämpften nur Bakterien, und ihr Nutzen für eine sehr seltenen bakteriellen Infektionen sei nicht belegt.

Testleiterin Michael empfiehlt stattdessen, den Speichelfluss anzuregen, um die Rachenschleimhaut zu befeuchten. “Um das Halsweh zu lindern, reichen oft wirkstofffreie Lutschbonbons, gegen stärkere Schmerzen helfen Paracetamol und Ibuprofen.” Auch heile eine von Erkältungsviren ausgelöste Halsentzündung meist nach zwei bis sieben Tagen von allein. 2023 wurden mehr als 30 Millionen Packungen rezeptfreie Halsschmerzmittel in Apotheken verkauft.