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Verband fordert Aufklärung von Mord an Journalisten in Mosambik

Das Zentrum für den Schutz von Journalisten (CPJ) hat die Aufklärung der Ermordung des mosambikanischen Journalisten João Chamusse gefordert. Der Zeitungsverleger und Redakteur sei am Donnerstag mit Wunden am Kopf tot in der Hauptstadt Maputo aufgefunden worden, nachdem Nachbarn in der Nacht bereits Hilferufe gehört hatten. „Die mosambikanischen Behörden sollten den Mord an Chamusse dringend und glaubwürdig untersuchen und sicherstellen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden“, forderte Muthoki Mumo vom CPJ am Donnerstagabend in Nairobi.

Chamusse berichtete in seiner Arbeit für seine Zeitung „Ponto por Ponto“ immer wieder über Korruptionsvorwürfe und Verfehlungen der Politik. Für andere Medien steuerte er regierungskritische Kommentare zu Fernsehsendungen bei, die ihn auch in den sozialen Netzwerken populär machten. Zu Beginn seiner Karriere arbeitete er als Reporter bei der Zeitung „Metical“, die von dem Journalisten Carlos Cardoso herausgegeben wurde, der im Jahr 2000 wegen seiner journalistischen Arbeit ermordet wurde.

Im Mai hatten Menschenrechtsorganisationen sich besorgt gezeigt über die staatlichen Repressionen in afrikanischen Ländern, darunter Mosambik, aber auch Südsudan, Ruanda, Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Somalia und Tansania. Im vergangenen Jahr seien dort Medienschaffende eingeschüchtert, inhaftiert oder bei der Ausübung ihres Berufs getötet worden.