Veranstaltungsreihe zum Holocaust-Gedenken in der Altmark

In der Altmark ist die Veranstaltungsreihe „Denken ohne Geländer“ angelaufen. Insgesamt seien rund um den Holocaust-Gedenktag in vier Städten der Altmark 26 Veranstaltungen zum Nachdenken und Gedenken geplant, sagte eine Sprecherin des Projekts in Stendal. Filme, Theaterstücke, Lesungen, Konzerte, Ausstellungen, Vorträge und Workshops regten dazu an, ins Gespräch zu kommen über Toleranz, den Umgang mit Gewalt und Wege des Miteinanders in der Gesellschaft.

Veranstalter sind die Hochschule Magdeburg-Stendal, das Theater der Altmark und die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt. Die Reihe geht zurück auf ein studentisches Projekt im Jahr 2016 und „verbindet das Erinnern an den Nationalsozialismus, insbesondere den Holocaust, mit dem Nachdenken über die Geschichte danach und unsere Gegenwart“, sagte die Sprecherin. Aus der historischen Verantwortung heraus würden in den vielfältigen Veranstaltungen „aktuelle politische, gesellschaftliche und ethische Fragen“ aufgegriffen.

Das vielfältige Programm suche bewusst lokale Bezugspunkte, die von der Zivilgesellschaft eingebracht werden. So findet am Donnerstag in der Salzkirche in Tangermünde ein Vortrag über die weit verzweigte Jüdische Kaufmannsfamilie Conitzer statt, die auch in Tangermünde, Stendal, Tangerhütte und Rathenow Warenhäuser hatte und in der NS-Zeit fast vollständig vernichtet wurde.

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