Venezuelas Regierung lässt politische Gefangene frei

Venezuelas Regierung kündigt die Freilassung vieler politischer Gefangener an – ein Schritt, den Menschenrechtler begrüßen, der aber genaue Zahlen vermissen lässt.
Venezuelas Regierung lässt politische Gefangene frei
Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez - Imago / Xinhua
In Venezuela hat die neue Regierung nach eigenen Angaben „eine große Anzahl“ politischer Gefangener freigelassen. Mit dem Schritt wolle die Regierung das „friedliche Miteinander ungeachtet politischer, wirtschaftlicher und religiöser Differenzen stärken“, erklärte Parlamentspräsident Jorge Rodríguez, wie die staatliche Nachrichtenagentur AVN meldete. Genaue Angaben zur Zahl der Entlassenen machte der Parlamentspräsident und Bruder der amtierenden Präsidentin Delcy Rodríguez nicht.

Venezuela kündigt Freilassung von bis zu 400 Inhaftierten an

Die Generalsekretärin der nationalen Pressevereinigung, Canelón del Valle, erklärte auf der Plattform X, nach ihren Informationen sollten in den kommenden Tagen bis zu 400 Personen auf freien Fuß kommen. Die Organisation für Presse- und Meinungsfreiheit Espacio Público begrüßte die Maßnahme der Regierung. Auf X betonte Espacio Público zugleich, dass „die Freilassungen kein symbolischer Akt bleiben dürfen“. Die Regierung müsse künftig die internationale Menschenrechtscharta achten. Nach dem US-Angriff und der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro war dessen bisherige Stellvertreterin Delcy Rodríguez zur amtierenden Präsidentin ernannt worden. Seit 2013 hatte Maduro das Land zunehmend autoritär regiert. Er ging mit brachialer Gewalt gegen Demonstrationen vor, wobei über tausend Personen in politischer Haft saßen.

Venezuela: Freilassungen vor US-Intervention angekündigt

Bereits vor der militärischen Intervention der USA hatte das Regime vereinzelt Freilassungen angekündigt. Nach dem Angriff hatten Menschenrechtsorganisationen kritisiert, dass die Verfolgung von Oppositionellen fortgesetzt werde.

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