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“Vena” – Packendes Drama als TV-Premiere im SWR

In Zusammenarbeit mit filmdienst.de und der Katholischen Filmkommission gibt die KNA Tipps zu besonderen TV-Filmen:

Die junge Jenny (Emma Nova) ist zum zweiten Mal schwanger. Allerdings hat das erwartete Kind nicht die höchste Priorität, denn die junge Frau ist abhängig von Crystal Meth. Das gilt auch für ihren Freund Bolle (Paul Wollin). Überdies muss sie in wenigen Wochen eine Haftstrafe antreten. Doch die junge Frau lässt sich nicht helfen; sie geht weder zum Arzt, noch hört sie zu rauchen auf. Auch die ihr zugewiesene Hebamme Marla (Friederike Becht) weist sie erst rüde zurück. Sie hat Angst, bevormundet und beurteilt zu werden. Doch Marla gewinnt ihr Vertrauen, und so entschließt sich Jenny, ihre Schwangerschaft endlich ernst zu nehmen und sich um einen Mutter-Kind-Platz im Gefängnis zu bemühen.

Mit ihrem Debütfilm “Vena” von 2024 greift die Regisseurin Chiara Fleischhacker ein wichtiges Thema auf, das ein Tabu berührt: Mütter im Gefängnis, mit deutlicher Kritik an den Behörden, die sich humanen Lösungen verweigern. Das packende Drama beschreibt zunächst sehr realistisch den Alltag der Hauptfigur, um dann ihre allmähliche Wandlung hin zu mehr Verantwortung gegenüber dem ungeborenen Leben nachzuzeichnen. Dabei geht es auch um Kritik an den Behörden, die humane Lösungen erschweren. Bemerkenswert ist auch die intensive Körperlichkeit und große emotionale Wucht der Hauptdarstellerin.