Artikel teilen:

“Veganuary” – Kleiner Vorsatz mit potenziell großer Wirkung

Einen Monat lang vegan leben: Das klingt kompliziert. Die Kampagne “Veganuary” setzt auf kleine Schritte im Alltag – und hat konkrete Tipps dafür. Denn das Interesse an alternativer Ernährung nimmt zu.

Pflanzliche Ernährung ausprobieren – das soll der “Veganuary” ab dem Neujahrstag erleichtern. Es handle sich um “den einfachsten Neujahrsvorsatz”, erklärte die Kampagne “Veganuary Deutschland”: Wer mitmache, verändere nur ein paar Zutaten auf dem Teller, die Tiere, das Klima und den Planeten schützen sowie die eigene Gesundheit stärken könnten.

Der Trend setze wichtige und nachhaltige Impulse, sagte die Expertin für nachhaltigen Konsum beim Umweltbundesamt, Tamina Hipp. Die Behörde will zu diesem Anlass mit der Aktion #WareWunder die Aufmerksamkeit für pflanzliche Getränke erhöhen: Kommunen und Unternehmen sind unter anderem dazu aufgerufen, sich an Testwochen für Pflanzenmilch zu beteiligen.

Darüber hinaus bringen Bäckerei- und Restaurantketten gezielt neue vegane Produkte auf den Markt: Den Angaben zufolge sind 1.000 Unternehmen in Deutschland beteiligt.

Am “Veganuary” hätten sich im Vorjahr weltweit über 25 Millionen Menschen beteiligt, hieß es weiter. Laut einer Befragung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat ist die Offenheit für alternative Lebensmittel grundsätzlich groß: Insgesamt griff die Hälfte der Befragten bereits einmal (16 Prozent) oder häufiger (34 Prozent) zu Alternativprodukten. Bei den unter 30-Jährigen sind es 70 Prozent, die schon einmal (14 Prozent) oder häufiger (56 Prozent) Alternativprodukte kauften.

Weder der morgendliche Kaffee noch gemeinsame Familienessen müssten neu erfunden werden, betont der Leiter von Veganuary Deutschland, Christopher Hollmann. Die Organisation biete Koch-, Back- und Einkaufstipps für einen Selbstversuch. “Veganuary” wurde den Angaben zufolge 2014 im britischen Yorkshire gegründet und ist inzwischen international aktiv.