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Väterberatungszentrum der Diakonie Hasenbergl muss schließen

Das Väterberatungszentrum der Diakonie Hasenbergl wird zum Ende des Jahres geschlossen. Weil die Landeshauptstadt befristete Förderprojekte grundsätzlich nicht verlängere, müsse die Beratungsarbeit nach drei Jahren wieder eingestellt werden, teilte die Stiftung „zusammen.tun“ der Diakonie Hasenbergl am Mittwoch mit. Das Zentrum habe „einen wichtigen Beitrag für mehr Geschlechtergerechtigkeit in den Familien“ geleistet, erklärte Einrichtungsleiter Luis Teuber.

Ein Zentrum, das sich speziell an Väter richtet und die Vernetzung von Väterarbeit weiterentwickelt, habe es in München noch nicht gegeben. Man habe die Erfahrung gemacht, dass sich Väter durch eine Beratung von Mann zu Mann ganz anders erreichen ließen, „zum Nutzen vieler Familien und vor allem von Kindern“, so Teuber.

Im Jahr 2024 habe man 71 zum Teil länger währende Einzelberatungen durchgeführt, im ersten Halbjahr 2025 seien es 65 gewesen. Daneben habe die Beratungsstelle seit Eröffnung 25 Vernetzungs- und Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt sowie Fachtage, Vorträge und Freizeitprogramme konzipiert. Die Schließung des Zentrums bedeute „eine große Lücke“ im städtischen Angebot. (3645/19.11.2025)