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Uruguays Ex-Präsident Mujica an Krebs erkrankt

Er gilt als einer der populärsten Politiker seines Heimatkontinents und als Gewissen der lateinamerikanischen Linken. Nun ist “Pepe” Muijca schwer erkrankt.

Uruguays Ex-Präsident Jose “Pepe” Mujica hat Krebs. Das teilte der 88-Jährige am Montag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz mit. “Es wurde festgestellt, dass ich einen Tumor in der Speiseröhre habe”, sagte Mujica. In seinem Fall sei das doppelt kompliziert, weil er seit mehr als 20 Jahren an einer immunologischen Krankheit leide, so der Linkspolitiker. In seinem Leben sei er dem Sensenmann schon mehrmals von der Schippe gesprungen, diesmal aber komme dieser wohl mit der Sense im Anschlag, sagte Mujica in seiner gewohnt trockenen Art.

Mujica ist einer der populärsten Politiker Südamerikas und gilt als eine Art Gewissensinstanz der lateinamerikanische Linken. So kritisierte er etwa stets auch Menschenrechtsverletzungen im eigenen politischen Lager und wandte sich gegen die Linksdiktaturen in Venezuela und Nicaragua. Zudem behielt er einen sehr bescheidenen Lebensstil bei, was ihm den Beinamen “ärmster Präsident Südamerikas” einbrachte. Aus Uruguay und ganz Lateinamerika erreichten Mujica nach Bekanntgabe seiner Erkrankung umgehend zahllose Genesungswünsche.

Mujica war von 2010 bis 2015 Präsident Uruguays. Der gelernte Blumenzüchter ist ein Anhänger des Atheismus.