Unterbringungen in psychiatrischen Kliniken auf stabilem Niveau

Die Anzahl der Unterbringungsfälle in einer psychiatrischen Klinik nach dem Niedersächsischen Gesetz für psychisch Kranke (NPsychKG) ist mit rund 8.000 Fällen pro Jahr zwischen 2020 und 2024 weitestgehend unverändert geblieben. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten dritten Landespsychiatriebericht hervor, wie das niedersächsische Gesundheitsministerium mitteilte. Die Gesamtzahl der vollstationär behandelten Fälle liegt demnach stabil zwischen 65.000 und 70.000 Fällen pro Jahr.

Der dritte Landespsychiatriebericht gibt laut Ministerium Auskunft über die Umsetzung des NPsychKG in den Jahren 2023 und 2024. Durch ihn könnten Trends erfasst und seriöse Schlüsse gezogen werden, sagte Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD). So bestätige der aktuelle Bericht unter anderem die Fortsetzung einer Entwicklung, die sich bereits im zweiten Landespsychiatriebericht angedeutet habe: Die Anzahl der persönlichen Kontakte der Sozialpsychiatrischen Dienste zu Menschen mit psychischen Erkrankungen hat im Verhältnis zur Einwohnerzahl weiter zugenommen.

2020 verzeichneten die Dienste im Mittel knapp 840 Kontakte je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, bis 2024 stieg dieses Mittel auf 3.102 Kontakte. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der betreuten Personen kaum verändert. Ein möglicher Erklärungsansatz ist nach Ministeriumsangaben, dass die Dienste zunehmend mit komplexeren Fällen befasst sind, die eine besonders intensive Betreuung erfordern.

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