Das Bamberger Zentrum für Künstliche Intelligenz (BaCAI) soll die Aktivitäten der Lehrstühle und Professuren der Universität Bamberg rund um KI bündeln. Am 18. April feiere das BaCAI offiziell seine Eröffnung, teilte die Uni am Mittwoch mit. Laut Ute Schmid, geschäftsführende Direktorin des BaCAI und Inhaberin des Lehrstuhls für Kognitive Systeme, schafft das Zentrum „eine dynamische Plattform, um Forschung, Lehre und Innovation im Bereich KI zu vereinen, etablierte Anwendungsfelder zu stärken und neue Anwendungsfelder zu erschließen“.
Die Uni habe inzwischen sieben reine KI-Professuren und zahlreiche weitere mit starken Bezügen zu KI. Die Forschungsgebiete im BaCAI reichen laut Mitteilung vom maschinellen Lernen über Sprachgenerierung und Dialogsysteme, Bildanalyse, Mensch-Roboter-Interaktion und KI-Systementwicklung. Vor allem in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Industrie werde geforscht. KI könne zum Beispiel beim Erkennen von Krankheitsbildern helfen, Lehrkräfte bei der Unterrichtsvorbereitung unterstützen oder die Produktion in der Industrie effizienter machen. Bei der Forschung gehe es jedoch nicht darum, den Menschen zu ersetzen, bekräftigte Schmid.
Die Bamberger KI-Forschung arbeite eng mit den Geistes-, Human- und Sozialwissenschaften der Uni zusammen, sowie mit der Wirtschaft. Durch den neuen interdisziplinären Bachelorstudiengang „KI und Data Science“ werde das Lehrangebot ab dem Wintersemester 2024/25 erweitert. Für interessierte Personen eigne sich die BaCAI-Ringvorlesung im Sommersemester 2024. Führende nationale und internationale Forschende werden Vorträge zu den verschiedensten Themen in der KI halten. Die Vorlesungsreihe starte im Rahmen der offiziellen Eröffnung mit einem Vortrag von Kristian Kersting, Gründungsdirektor des Hessischen Zentrums für Künstliche Intelligenz (hessian.AI) zum Thema „Wie man Künstliche Intelligenz menschlicher machen kann“. (00/1142/10.04.2024)