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UN-Organisationen fordern sofortigen Waffenstillstand für Gaza

Mehrere UN-Stellen, internationale Hilfs- und Nichtregierungsorganisationen haben die Lage im Gazastreifen als Skandal bezeichnet. “Wir brauchen einen sofortigen humanitären Waffenstillstand”, heißt es in einem gemeinsamen Aufruf von Sonntagabend. Darin fordern die Unterzeichner auch die sofortige und bedingungslose Freilassung aller israelischen Geiseln.

Die Organisationen, darunter Save the Children, Unicef und UNHCR, verurteilten die Gewalt der Hamas gegen Israel durch Ermordungen, Entführungen und Raketenbeschuss. “Die grausame Ermordung von noch mehr Zivilisten im Gazastreifen ist jedoch ein Skandal, ebenso wie das Abschneiden von 2,2 Millionen Palästinensern von Lebensmitteln, Wasser, Medizin, Strom und Treibstoff”, so die Erklärung.

Kritisiert werden unter anderem Belagerung und Angriff auf eine ganze Bevölkerung, der der Zugang zum Überlebensnotwendigen verwehrt werde. Eine Bombardierung von zivilen Unterkünften, Kranken- und Gotteshäusern sei “nicht hinnehmbar”. Gleichzeitig beklagen die Organisationen den Tod zahlreicher Mitarbeiter vor Ort, darunter 88 Mitarbeitende des UN-Flüchtlingshilfswerks für die Palästinenser (UNRWA), die höchste Zahl von Todesopfern, die die Vereinten Nationen jemals in einem einzigen Konflikt zu beklagen hatten.

Die Konfliktparteien werden aufgerufen, ihre Verpflichtungen aus dem humanitären Völkerrecht und den Menschenrechten einzuhalten. Zudem müssten dringend mehr Hilfsgüter, Medikamente und Treibstoff “sicher, schnell und in dem erforderlichen Umfang” in den Gazastreifen gelassen werden.