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Umweltschützer wollen Transportstopp für Atommüll nach Gorleben

Atomkraftgegner verlangen einen Transportstopp für radioaktive Abfälle nach Gorleben. „Wir fragen uns, warum die Abfälle nicht dort gelagert werden, wo sie angefallen sind und warum nicht endlich Schluss ist mit dem Hin- und Herschieben der Abfälle“, sagte der Sprecher der Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Wolfgang Ehmke, am Dienstag.

Im zu Ende gehenden Jahr 2023 habe es etliche Atommülltransporte nach Gorleben gegeben, erklärte Ehmke und berief sich dabei auf Angaben der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlager (BGZ). Darunter seien im Herbst 26 Behälter mit radioaktivem Abfall aus dem Atomkraftwerk im Emsland gewesen: „Ausgerechnet aus dem AKW Emsland, das vor Kurzem Schlagzeilen machte, weil dort bei einer Beprobung vier schadhafte 200-Liter-Abfallfässer festgestellt wurden.“

Die ins Wendland transportierten Fässer und Container werden im Zwischenlager für schwach und mittelradioaktive Abfälle eingelagert. Es soll so lange genutzt werden, bis ein Endlager zur Verfügung steht. Diese Lagerstätte befindet sich im Gorlebener Wald unmittelbar neben der Halle für Castorbehälter. Castoren mit hochradioaktivem Müll werden seit 2014 nicht mehr ins Wendland gebracht.