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Umweltschützer mit Preisen geehrt

Für ihren Einsatz für die Umwelt hat der Bezirk Schwaben am Freitag im Kloster Roggenburg vier Projekte mit dem Umweltpreis 2024 ausgezeichnet. Die Preisträger kämen unter anderem aus Kempten, Donau-Ries und Neu-Ulm, teilte der Bezirk Schwaben am Samstag in Augsburg mit.

„Umwelt- und Klimaschutz ist eine echte Gemeinschaftsaufgabe“, sagte Edgar Rölz, Bezirksrat, Jurymitglied und Vorsitzender des Fachausschusses für Umweltschutz und Fischereiwesen beim Bayerischen Bezirketag. Es sei wichtig zu zeigen, dass Umweltschutz im Kleinen beginnt: „Jeder und jede Einzelne kann einen Beitrag leisten.“

In der Kategorie „Innovationen“ ging der Preis an das Hildegardis-Gymnasium in Kempten für sein 2016 gestartetes Pilotprojekt „Klimaschule“. Seit 2022 ist die Schule klimaneutral. Bereits 2017 war das Gymnasium als erste Klimaschule Süddeutschlands ausgezeichnet worden.

Die Auszeichnung im Bereich „Ehrenamtliches Engagement Einzelner oder Gruppen“ ging an eine Initiative zur Wiederbelebung des Flusses „Kleine Paar“. Beteiligt sind unter anderen die Gemeinde Baar mit ihrer Grundschule und ihrem Fischereiverein Baar sowie die Gemeinde Holzheim und ihr Fischereiverein.

In der Kategorie „Engagement von Schulklassen oder ähnlichen Gruppen“ wurde ein Projekt zum Schutz der Felsennelke geehrt. Die Sprossende Felsennelke ist eine seltene Pflanze, die im Landkreis Neu-Ulm seit 1988 nicht mehr nachgewiesen wurde.

Im Bereich „Fach- und Abschlussarbeiten“ erhielt Leonie Prillwitz den Preis für ihre Arbeiten zu Bachforellen im Klimawandel. In Kooperation mit fünf Fischereivereinen konnte Prillwitz anhand von 30.000 Forellen-Eiern einen negativen Einfluss von Feinsedimenten auf die Laichentwicklung nachweisen.

Der Umweltpreis soll die Beteiligung der Öffentlichkeit an der Lösung lokaler Umweltprobleme fördern. Der Bezirk Schwaben hat bereits zum dritten Mal Projekte ausgezeichnet, die der Nachhaltigkeit, der Artenvielfalt oder dem Klimaschutz in Schwaben dienen. (00/1992/29.06.2024)