Artikel teilen:

Umweltminister fordert neuen Umgang mit Fließgewässern und Mooren

Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) hat angesichts der fortschreitenden Klimakrise einen grundsätzlich neuen Umgang mit Mooren und Fließgewässern gefordert. So spiele die Wiedervernässung von Mooren eine wichtige Rolle, weil ein höherer Wasserstand das Entweichen von CO2 reduziere und damit dem Klima helfe, sagte Meyer am Montag in Schneverdingen zu Beginn einer Fachtagung in der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz.

Dafür sei eine enge Kooperation zwischen Wasserwirtschaft, Naturschutz und Flächennutzern nötig, erklärte Meyer und ergänzte vor etwa 350 Teilnehmenden der Fachtagung: „Intakte Moore sind Superhelden für Klima-, Wasser- und Naturschutz.“

Der Minister betonte auch den Stellenwert intakter Fließgewässer und Auen. Sie wiesen eine hohe biologische Vielfalt auf und leisteten einen wichtigen Beitrag zum Biotopverbund: „Deshalb ist es wichtig, Gewässersysteme zu renaturieren und Auenlandschaften wieder miteinander zu verbinden.“ Auen könnten das Oberflächenwasser in der Landschaft halten und somit helfen, Dürreperioden vorzubeugen und Rückhalteräume zu schaffen.

Zu den Niedersächsischen Naturschutztagen sind Vertreterinnen und Vertreter des amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutzes aus dem ganzen Bundesland nach Schneverdingen gekommen. Das Treffen läuft nach Angaben der Organisierenden bis Mittwoch und widmet sich schwerpunktmäßig den ökologischen Funktionen von Fließgewässern. In diesem Zusammenhang soll es unter anderem auch um Konflikte im Zusammenleben mit dem Biber gehen.