Die Situation bei der Aufnahme von Flüchtlingen in den Kommunen hat sich einer Umfrage zufolge entspannt. Rund die Hälfte der Befragten gibt an, dass sich die Unterbringungssituation im vergangenen Jahr verbessert hat. Das geht aus den am Mittwoch in Berlin präsentierten Ergebnissen einer nicht-repräsentativen Umfrage des Mediendienstes Integration in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe Migrationspolitik der Universität Hildesheim hervor. Demnach beschrieben fast 17 Prozent die Lage bei der Unterbringung als „ohne größere Schwierigkeiten“, im Jahr zuvor waren es noch rund sechs Prozent.
Knapp 72 Prozent der fast 900 teilnehmenden Kommunen bezeichneten die Lage als „herausfordernd, aber noch machbar“. Nur noch elf Prozent sehen sich mit einer „Überlastung“ oder einem „Notfallmodus“ konfrontiert. Bei der Umfrage im vergangenen Jahr waren es noch fast 23 Prozent.
Wie aus der Online-Umfrage weiter hervorgeht, nutzen die meisten Kommunen Wohnungen, um Geflüchtete unterzubringen – sowohl von Privatpersonen angemietete als auch kommunale. Mehr als 30 Prozent nutzen Container und nur rund drei Prozent Sporthallen für die Unterbringung. Rund 65 Prozent aller teilnehmenden Kommunen haben angegeben, dass sie sich auf eventuell wieder steigende Zahlen vorbereiten. Demnach gaben fast 40 Prozent der Befragten an, Kapazitäten in bestehenden Gebäuden vorzuhalten.
Mit Blick auf die Integration sehen die meisten Kommunen vor allem die Ausländerbehörden überlastet, bei Schulen und Kitas ist die Überlastung der Umfrage zufolge zurückgegangen.