Viele Deutsche haben Angst vor schweren Krankheiten. Nach einer neuen, repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit fürchten sich 69 Prozent der Bevölkerung am meisten vor Krebs. 54 Prozent nennen Alzheimer oder Demenz als größte Sorge, wie die Krankenkasse mitteilte. Fast jeder Zweite hat zudem Angst vor einem Unfall mit schweren Verletzungen (46 Prozent) oder einem Schlaganfall (45 Prozent). 39 Prozent fürchten sich vor einem Herzinfarkt.
Psychische Krankheiten belasten besonders 14- bis 29-Jährige
Die Angst vor Krankheiten hatte laut der Kasse im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. In diesem Jahr sei sie leicht zurückgegangen, bleibe aber auf einem hohen Niveau. Besonders unter jungen Menschen ist die Angst vor psychischen Erkrankungen ausgeprägt. In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen fürchten sich 47 Prozent vor Depressionen oder Burnout, im Durchschnitt der Bevölkerung sind es 31 Prozent.
Trotz vieler Krankheitsängste schätzen 87 Prozent der Befragten ihren Gesundheitszustand positiv ein. Besonders optimistisch sind Jüngere: Fast drei Viertel der 14- bis 29-Jährigen bewerten ihren Zustand als sehr gut.
Gesunde Ernährung und Sport hilft, Krankheiten vorzubeugen
Gleichzeitig geben viele Befragte an, selbst etwas für ihre Gesundheit zu tun: 84 Prozent treiben nach eigenen Angaben regelmäßig Sport, 78 Prozent achten auf gesunde Ernährung. Rund 75 Prozent trinken wenig Alkohol oder rauchen nicht. 76 Prozent lassen sich nach eigenen Angaben regelmäßig impfen. Das sind acht Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Zur Krebsvorsorge gehen 63 Prozent.
Bei der Krebsvorsorge gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen Frauen und Männern: Während 77 Prozent der Frauen entsprechende Untersuchungen wahrnehmen, sind es bei Männern nur 49 Prozent. Bei Frauen entspricht das einem Anstieg um vier Prozentpunkte, bei Männern zeigt sich ein leichter Rückgang.
Abnehmende Gesundheitskompetenz beeinflusst Krankheiten
DAK-Vorstandschef Andreas Storm warnte vor den Folgen abnehmender Gesundheitskompetenz. Wer den Nutzen von Vorsorgeangeboten nicht verstehe, verzichte häufig darauf. “Dabei können sie gerade bei Krebs entscheidend sein”, sagte Storm. Für die jährlich erhobene Studie befragte Forsa vom 4. bis 6. November bundesweit 1.000 Menschen ab 14 Jahren.
