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U18-Kommunalwahl in Pilotkommunen nur noch rein digital

Der Bayerische Jugendring organisiert auch vor der Kommunalwahl am 8. März wieder eine U18-Wahl für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren. Eine wichtige Neuerung dieses Mal: In ausgewählten Pilotkommunen wird diese U18-Wahl rein digital stattfinden, also ohne Wahllokale und Papierstimmzettel, wie der BJR am Mittwoch mitteilte. Das sei ein bundesweit einzigartiges Modellprojekt für sicheres Online-Voting, die Schirmherrschaft hat Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) übernommen.

Der bayerische Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) sagte, die digitalen U18-Wahlen seien „ein Meilenstein für moderne Demokratie und politische Bildung in Bayern“. Sein Ministerium unterstütze dieses Projekt, sagte Mehring. Man betrete damit Neuland und schaffe die Grundlage, „künftig auch reguläre Wahlen und Abstimmungen digital durchführen zu können“. Die vergangene Bundestagswahl habe gezeigt, dass viele Auslandsdeutsche Schwierigkeiten hatten, auf klassischem Weg rechtzeitig abzustimmen.

BJR-Präsident Philipp Seitz sagte, die Demokratie erneuere sich nicht von selbst, sie brauche „Menschen, die sie mit Leben füllen, und den Mut, neue Wege zu gehen“. Mit der digitalen U18-Kommunalwahl schaffe man einen „zusätzlichen Zugang zu demokratischer Teilhabe – niedrigschwellig, zeitgemäß und auf Augenhöhe“. Dieser Schritt sei überfällig, befand Seitz. In den digitalen Pilotkommunen erhalten alle 14- bis 17-Jährigen eine persönliche Wahlbenachrichtigung, mit der sie von zu Hause aus abstimmen können. (3742/26.11.2025)