“Tu was, Hamburg!” veranstaltet Kinder- und Jugendhilfegipfel

Das Netzwerk „Tu was, Hamburg!“ lädt am Freitag (3. Mai) zum Kinder- und Jugendhilfegipfel. Der Programmschwerpunkt der Veranstaltung an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften liege auf den immer gravierender werdenden Problemen der Kinder- und Jugendhilfe, teilte das Netzwerk am Montag mit. „Wir wollen einen gesellschafts- und sozialpolitischen Prozess anstoßen, der für grundlegende Verbesserungen in der Kinder- und Jugendhilfe sorgt“, erklärte Fabienne von Hohenthal vom Verband Kinder- und Jugendarbeit Hamburg.

Elke Wolfram, Fachvorstand Erziehung, Bildung und Soziale Arbeit bei der Gewerkschaft ver.di Hamburg, sagte, die Kinder- und Jugendhilfe sei strukturell unterfinanziert, ihre Situation durch Personal- und Stellenmangel, häufige personelle Wechsel, Überlastung und hohe Krankenstände gekennzeichnet.

Von Klaus Wicher, Hamburger Landesvorsitzender des Sozialverbands Deutschland (SoVD), hieß es: „Wir erleben eine spürbare Zunahme sozialer Ungleichheit, die Budgets für Jugendhilfe, Bildung und Soziales stehen vor allem unter dem Druck von Schuldenbremse und fehlenden Steuergeldern, weil hohe Einkommen und Vermögen nicht angemessen besteuert werden.“

Matthias Stein von der Landesarbeitsgemeinschaft der Allgemeinen Sozialen Dienste Hamburg forderte für Hamburg „eine gut ausgebaute und finanzierte soziale Infrastruktur“. Diese sei wichtig für die Umsetzung der Kinderrechte und die Weiterentwicklung einer demokratischen Gesellschaft.

Das Netzwerk „Tu was, Hamburg!“ besteht seit September 2023. Es wird nach eigenen Angaben von Verbänden, Organisationen, Gewerkschaften, Arbeitskreisen und Landesarbeitsgemeinschaften aus der Stadt unterstützt.

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